Am Montag, dem 19.04., fand in Frankfurt-Bonames in der Villa Metzler die Abschluss-Veranstaltung des Projektes Schwerpunkt Sprache des Kultusministeriums, der Metzler-Stiftung und des Zentrums Neurologie und Lernen (ZNL) der Uni Ulm statt. Aus Südhessen waren daran die Kindergärten und Grundschulen aus Unter-Schönmattenwag und Vielbrunn beteiligt.

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurden die Ergebnisse der Studien

  • „PFAU“ (Phonologische Fähigkeiten im Anfangsunterricht)
  • „SPATS“ (Sprachförderung – Auswirkungen eines Trainings)
  • „DACHS“ (Deutsch-Sprachförderung vor der Schule)

die während der letzten 3 Jahre in ganz Hessen durchgeführt wurden, dargestellt.

 

Anschließend präsentierte jedes Teilnehmertandem bestehend aus einer Schule und einer Kindertagesstätte ein gemeinsam vorbereitetes und durchgeführtes Projekt. Mit „Sprachförderung in der Übergangsphase von Kindergarten zur Schule“ ist das Vielbrunner Projekt überschrieben. Seine Begründung findet es in der durch die Untersuchungen des ZNL nachgewiesenen Tatsache, dass die für den Unterricht wichtige Vorläuferfertigkeit der phonologischen Bewusstheit möglichst frühzeitig im Kindergarten gefördert und entwickelt werden muss.  Deshalb beginnt das Vielbrunner Förderprojekt in jährlichem Rhythmus im Januar vor der Einschulung mit einem Elternabend im Kindergarten. Dort werden Vorgehen und Grundlagen erläutert. Ein Test, der die individuelle Lernausgangslage und später den Lernfortschritt feststellt, ermöglicht, bereits zu Beginn der Schulzeit, gezielt auf Risikokinder mit Störungen der Sprachentwicklung durch besondere Förderung einzugehen.

 

Am Ende der Veranstaltung überreichten Vertreter aller drei Institutionen (Kultusministerium, Metzler-Stiftung, ZNL) an 26 Teilnehmer der Fortbildungsreihe „Wegweiser im Bereich Sprache“ (WIBS) aus ganz Hessen die Zertifikatsurkunden. Unterschrieben von

  • der Kultusministerin Dorothea Henzler,
  • der Vorsitzenden der Metzler-Stiftungs Sylvia von Metzler und
  • dem Leiter des ZNL Prof. Dr. Manfred Spitzer

bestätigen die Zertifikate die Teilnahme und die Qualifizierung zur Weitergabe von Informationen aus den Modulen Spracherwerb, Schriftspracherwerb und Mehrsprachigkeit an interessierte Institutionen (Schulen, Kindergärten usw.). Flankiert wird dies durch ebenfalls vom ZNL ausgebildete Fachberater zu Fragen der Umsetzung von Ergebnissen der Hirnforschung in pädagogischen Einrichtungen. Fachberater für den Bereich Odenwaldkreis ist Peter Hoffmann, Sprachheillehrer an der Grundschule Rai-Braitenbach.

 

Für das Vielbrunner Tandem, bestehend aus dem evangelischen Kindergarten und der Grundschule Vielbrunn, bekamen

  • Verena Palme (Erzieherin),
  • Kerstin Sädler (Leiterin des Kindergartens),
  • Saskia Strauß (Lehrerin) und
  • Klaus Musch (Schulleiter)

WIBS-Zertifikate überreicht.

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